Zukunftsträume

Zukunftsträume im Lagerhaus in Torgon, Wallis

Die Kinder des Kinder- und Jugendtheater Turgi entwickeln gemeinsam mit den Kindern der Theaterschule Peremena aus Solikamsk, Russland ein Stück mit dem Titel Zukunftsträume und führen dieses anschliessend in der Region von Turgi mehrere Male auf.

Kinder und Jugendliche träumen; sie träumen auf der ganzen Welt. Mit diesem Projekt wird versucht, diese Träume sichtbar werden zu lassen, um einander besser zu verstehen. Wovon träumen Schweizer Kinder? Wovon träumen die Kinder aus Russland?

Bereits anlässlich des Kindertheaterfestes 2003 in Turgi wurden die ersten Kontakte mit der Russischen Kindertheatergruppe geknüpft. Im Jahre 2004 war eine Gruppe des Kinder- und Jugendtheater Turgi zu einem Gegenbesuch in Solikamks eingeladen. Dort konnten die Kinder und Jugendlichen 10 erlebnisreiche und interessante Tage erleben und bei dieser Gelegenheit drei Kindertheatergruppen und das Leben in Solikamsk kennen lernen.

Anlässlich dieses Besuches ist die Idee des diesjährigen Projektes entstanden. Die beiden Organisatoren, Edwin Grieb in Russland und Peter Heiniger in der Schweiz haben sich alle Mühe gegeben das Geld zu besorgen, die Unterlagen für die Visa zusammenzustellen, die Reise und das Leben in der Schweiz zu organisieren und haben damit dieses Projekt Wirklichkeit werden lassen.

Die Schweizer Gruppe hat die Russischen Gäste mit einem Postauto am Flughafen Zürich abgeholt und ist direkt nach Torgon gefahren. Nach dem ersten Einrichten sind insbesondere die Russischen Gäste nach der langen Reise von Solikamsk nach Torgon und der Zeitverschiebung von 4 Stunden todmüde ins Bett gefallen.

In der darauffolgenden Woche wurden an zwei Halbtagen und oft auch am Abend die verschiedenen Szenen entwickelt, ausgefeilt und gefestigt. Die Kinder und Jugendlichen haben gemeinsam und in Gruppen die einzelnen Szenen bestimmt und entwickelt und gemeinsam mit dem Leiterteam, unter der Leitung von Doris Janser und Evstoliya Pylskaya ausdiskutiert und einstudiert.

So entstanden einzelne Aufführungsteile über Zukunfts- und Kinderträume, welche zu einem Ganzen zusammengefügt wurden.

Trotz der anstrengenden Arbeit kam der Kontakt zwischen den zwei Kulturen nicht zu kurz. Workshops wurden durchgeführt und es wurde getanzt und gesungen. Angeregte Gespräche wurden geführt, mit den Händen und Füssen aber auch in englisch, deutsch und russisch und manches Russische Wort war aus den Mündern von Schweizern und manches Deutsche Wort aus den Mündern von Russischen Kindern zu hören.

Die ganze Gruppe war im Haus Arc-en-Ciel in Torgon bestens untergebracht und wurde von der Küchenmannschaft bestens betreut.

Am Freitag Abend stieg die Spannung. Das selber entwickelte Stück wurde das erste Mal vor Publikum in einem kleinen Saal in Torgon aufgeführt.

Und bereits am darauffolgenden Samstag hiess es aufräumen, putzen und mit dem Postauto ging es wieder zurück nach Turgi. Die Schweizer Kinder wurden von Ihren Familien empfangen und die Russischen Kindern im Dorf und in der Umgebung bei Gastfamilien untergebracht.

In der zweiten Woche sind ein paar Aufführungen und ein paar Ausflüge geplant. Am Sonntag vor dem Abflug der Russischen Gruppe gibt es einen Abschlussabend, an welchem die Russische Gruppe eine Vorstellung Ihres Könnens geben wird.